Arbeitspakete
- In diesem Arbeitspaket stehen leitfadengestützte problemzentrierte Interviews im Fokus. Mitarbeitende, Führungskräfte und Sozialpartner*innen werden befragt, um eine umfassende Perspektivenanalyse zwischen strategischer Ebene und Beschäftigten zu ermöglichen. Mit einem entwickelten Leitfaden, basierend auf bewährten Methoden, werden Themen wie Flexibilisierung der Arbeit, Partizipation und Weiterentwicklung ergründet. Die Interviews, von etwa 45 Minuten Dauer, werden digital aufgezeichnet und mittels qualitativer Methoden ausgewertet. Tätigkeitsorientierte Begleitungen vertiefen das Verständnis der Arbeitsprozesse, -bedingungen und Zusammenarbeit in den Organisationen.
- Universität Hohenheim und ddn gestalten und evaluieren maßgeschneiderte Workshops zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit und Führungsbeziehung in Bezug auf New Work. Die interprofessionellen Workshops ermöglichen Mitarbeitenden und Führungskräften die Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und stärken individuelle sowie organisationale Resilienz. Expertenworkshops mit assoziierten Partner*innen bieten die Chance, Erfahrungen zu teilen und Erkenntnisse zu generalisieren.
- Die Implementierung ausgewählter New Work-Ansätze erfolgt in den Experimentierräumen mit besonderem Fokus auf Bottom-up-Entscheidungen. Mitarbeitende werden aktiv eingebunden, eigene Ideen einzubringen und mitzugestalten. Über fünf Monate werden spezifische Anforderungen an Arbeitsprozesse berücksichtigt, um eine hohe Transferfähigkeit sicherzustellen. Der partizipative Ansatz ermöglicht die Bewältigung von Herausforderungen und die Nutzung von Chancen im digitalen und flexiblen Arbeitsumfeld.
- Um New Work erfolgreich umzusetzen, spielen Führungskräfte eine Schlüsselrolle. Spezielle Trainings bereiten sie darauf vor, mit Veränderungen umzugehen, effektiv zu kommunizieren und Mitarbeitende in der flexiblen Arbeitswelt zu unterstützen. Die Schulung betont die Bedeutung von Organisations- und Führungskultur, behandelt wesentliche Konzepte wie transformationale Führung und fördert die Zusammenarbeit sowie den Austausch zwischen Mitarbeitenden, selbst über räumliche Distanzen hinweg.
- Die Erfahrungen aus den Experimentierräumen werden einer gründlichen Evaluation unterzogen, um sowohl Best Practice-Beispiele für erfolgreiche New Work-Ansätze in systemrelevanten Bereichen zu entwickeln als auch trag- und zukunftsfähige HR-Konzepte zu gestalten. Diese Best Practices werden in einer umfassenden Handlungshilfe zusammengefasst, die nicht nur über die Projektgrenzen hinaus eine nachhaltige Anwendung ermöglicht, sondern auch als wertvolle Ressource für Unternehmen und Organisationen dient, die nach innovativen und effektiven Ansätzen für die Schaffung eines modernen und zukunftsfähigen Arbeitsumfelds suchen.
- Für die nachhaltige Weiterführung der Projektergebnisse werden Mentor*innen in den Unternehmen identifiziert und ausgebildet. Diese dienen als Ansprechpartner*innen für Mitarbeitende und Führungskräfte, unterstützen die Umsetzung der entwickelten Maßnahmen über die Projektphase hinaus und fördern den Wissenstransfer.
- Eine umfassende Evaluation der Maßnahmen, Verdichtung der Experimentierraum-Erkenntnisse und Entwicklung eines Leitfadens zur Gestaltung von Arbeitsbeziehungen sind Teil dieses Arbeitspakets. Jährliche Expert*innenworkshops sichern die Übertragbarkeit der Erkenntnisse, während die Ergebnisse in die Fachöffentlichkeit kommuniziert werden.