Neue Publikation: Organisationale Resilienz durch Paradox Work
Im Rahmen des Projekts „New Work for Keyworker“ (NW4KW) ist eine spannende wissenschaftliche Publikation erschienen:
Titel:
Organizational Resilience Through Paradox Work: Empirical Insights from Critical Infrastructure Organizations in Germany
Autorinnen: Alanis-Ann Krick & Caroline Ruiner
Journal: Journal of Organizational Sociology
DOI: https://doi.org/10.1515/joso-2025-0046
Worum geht es in der Studie?
Die Publikation untersucht, wie Organisationen der kritischen Infrastruktur in Deutschland mit dem Spannungsfeld zwischen Stabilität und Flexibilität umgehen einer zentralen Herausforderung für organisatorische Resilienz.
Basierend auf 40 qualitativen Interviews mit Mitarbeitenden und Führungskräften zeigt die Studie, wie sogenannte Paradox Work-Praktiken helfen, widersprüchliche Anforderungen zu bewältigen und die Anpassungsfähigkeit von Organisationen zu stärken.
Zentrale Erkenntnisse
- Resilienz ist kein statischer Zustand, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der von individuellen Handlungen geprägt wird.
- Drei Bereiche sind besonders relevant:
- Organisatorische Rahmenbedingungen zwischen Struktur und Anpassungsfähigkeit
- Arbeitsverhalten zwischen Autonomie und kollektiven Prozessen
- Führung zwischen Gleichberechtigung und klarer Orientierung
- Proaktives Paradox Work fördert die Anpassungsfähigkeit und stärkt die Resilienz, während defensive Strategien eher hinderlich wirken.
Warum ist das wichtig?
Gerade in Zeiten von Krisen und Unsicherheit wie der COVID-19-Pandemie sind Organisationen der kritischen Infrastruktur auf eine Balance zwischen Stabilität und Flexibilität angewiesen. Die Studie liefert praxisnahe Impulse, wie Führung und Organisationsgestaltung diese Balance unterstützen können.
Zum Weiterlesen
Die vollständige Publikation ist Open Access verfügbar:
degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/joso-2025-0046/pdf