HzHG als Wegbereiter für New Work in der Pflege: Neue Arbeitswelten für systemrelevante Berufe

Mann liest Zeitung
29. April 2024

Hamburg, der 29.04.2024 – Der Tag der Arbeit steht in den Startlöchern – eine weitere Erinnerung an die Herausforderungen und Widrigkeiten der Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche.

 

Die Anforderungen an die Arbeitswelt haben sich im letzten Jahrzehnt markant gewandelt, wobei die Pflegebranche vor einzigartigen Herausforderungen steht. New Work, ein Begriff, der moderne und flexible Arbeitsmodelle umschreibt, eröffnet viele Möglichkeiten für unterschiedlichste Branchen. Allerdings ist die direkte Integration von Homeoffice-Ansätzen in die Pflege nicht unmittelbar realisierbar, denn die physische Anwesenheit des Pflegepersonals ist essentiell, um die Versorgung und das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner sicherzustellen.

 

Das Team vom Hospital zum Heiligen Geist in Hamburg-Poppenbüttel stellt sich aktiv diesen Entwicklungen und versucht, neue Wege zu erschließen. Daher freuen wir uns, dass wir am INQA-Projekt NewWork4KeyWorker (NW4KW) teilnehmen, um besonders für systemrelevante Berufsgruppen maßgeschneiderte New Work-Konzepte zu erproben und zu entwickeln.

 

Unter dem Motto „Neue Arbeitswelten für systemrelevante Berufe” engagiert sich das Hospital im INQA-Projekt NewWork4KeyWorker für die Schaffung von modernen Arbeitsbedingungen und Perspektiven für Pflegekräfte.

 

Das Projekt entwickelt gemeinsam mit verschiedenen Praxispartner:innen Lösungen für systemrelevante Branchen. Zu den Partner:innen gehören unter anderem das Berufsforschungs- und Beratungsinstitut für interdisziplinäre Technikgestaltung e. V. (BIT e. V.), das Demographie Netzwerk e. V. (ddn) und der Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Hohenheim.

 

Das Projekt verfolgt das Ziel, Arbeitsbedingungen signifikant zu verbessern, berufliche Zufriedenheit zu fördern und effiziente sowie gesundheitsfördernde Strukturen zu schaffen. In Zusammenarbeit mit Fachexpert:innen und durch den aktiven Einbezug der Pflegekräfte selbst, wird ein breites Spektrum an Maßnahmen erarbeitet – von flexiblen Schichtmodellen über innovative Teamstrukturen bis hin zu Weiterbildungskonzepten und Resilienz-Angeboten.

 

“Wir freuen uns, Teil des NW4KW-Projekts zu sein und als Vorreiter in der Pflegebranche agieren zu dürfen. Es ist eine großartige Gelegenheit, den Herausforderungen, die New Work mit sich bringt, proaktiv zu begegnen und Lösungen zu gestalten, die unsere engagierten Pflegekräfte unterstützen”, erklärt Tanja Scheiwe, Bereichsleiterin Pflege des HzHG. Die Einrichtung steht damit an der Spitze einer Bewegung, die Potenzial hat, die Landschaft der Pflegearbeit nachhaltig positiv zu verändern.

 

Das Hospital zum Heiligen Geist sieht im Projekt NW4KW eine hervorragende Möglichkeit, einen nachhaltigen Wandel in der Arbeitgeberattraktivität zu gestalten und damit der Zukunft der Arbeitswelt in der Pflege mit neuen Ideen und Angeboten zu begegnen.

 

Insgesamt wurden 41 Interviews mit Beschäftigten, Führungskräften und Sozialpartnern verschiedenster Unternehmen durchgeführt, um die Herausforderungen und Perspektiven in den systemrelevanten Berufen zu beleuchten. Die Interviews erstreckten sich über verschiedene Themenkomplexe, darunter aktuelle Arbeitsbedingungen, Organisationskultur und Zukunftsperspektiven. Unterschiedliche Auffassungen und Kenntnisstände über Begriffe wie „New Work” und „Organisationale Resilienz” wurden identifiziert, ebenso wie die Bedeutung von Sinn, Nachhaltigkeit und Menschlichkeit am Arbeitsplatz.

 

Die Ergebnisse der Interviews zeigen die Bedeutung von klaren Unternehmenszielen, offener Kommunikation, Partizipation und einer konstruktiven Fehlerkultur für die Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, auch in der Pflegebranche.

 

Das INQA-Experimentierraum-Projekt NW4KW wird über einen Zeitraum von zwei Jahren im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) sowie der Richtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Das Projekt wird durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fachlich begleitet.

 

Für weitere Informationen besuchen Sie die Webseite vom Hospital zum Heiligen Geist www.hzhg.de.

 

Ansprechpartner für weitere Informationen:

 

Enno Olbrich, Öffentlichkeitsarbeit        Nizar Müller, Innovations-                                                                     und Projektmanagement  
Hospital zum Heiligen Geist                      Hospital zum Heiligen Geist
Telefon: 040 60 60 11 01                           Telefon: 040 60 60 11 15
olbrich@hzhg.de                                         muellernizar@hzhg.de