NW4KW Insights: Betriebliche Begleitungen und Workshops

4. Juli 2024
Zwei Personen gehen durch einen Flur

Detaillierte Einblicke in den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden sind unerlässlich, um gezielte Verbesserungen zu entwickeln.

Die betriebliche Begleitung als zweiter Analyseschritt im INQA-Experimentierraum-Projekt NewWork4Keyworker soll unser Bild der Tätigkeiten und Belastungen von Mitarbeitenden in systemrelevanten Berufen abrunden. Die Beschäftigte wurden in unterschiedlichen Bereichen bei ihren Tätigkeiten für mehrere Schichten begleitet.

 

Dies zielte darauf ab, die Arbeitsbedingungen vor Ort live mitzuerleben und mit den Mitarbeitenden arbeitsbegleitend Gefährdungen und Belastungen aus physischer und psychischer Sicht zu erkennen und zu besprechen. Der Fokus lag auf dem „Erleben“ der Arbeitssituation und dem Erkenntnisgewinn durch das persönliche Gespräch mit Mitarbeitenden mit dem Ziel, Erkenntnisse zu möglichen Ursachen und Rahmenbedingungen sowie Handlungsoptionen zur Steigerung der organisationalen Resilienz zu identifizieren.

 

Die Schwerpunktthemen aus den vorangegangen Befragungen mit den Beschäftigten spielten dabei eine zentrale Rolle. Im Gespräch mit den Mitarbeitenden wurden diese kommunikativ validiert und mit Beispielen konkretisiert. Die Erfahrungen, die in den vorher abgestimmten Arbeitsbereichen gesammelt wurden, dienten als thematische Grundlage für die anschließenden interprofessionellen Workshops, die pro Unternehmen im Rahmen eines Online-Workshops durchgeführt wurden.

 

Zentraler Erkenntnisgewinn aus den betrieblichen Begleitungen war, dass in den Projektbetrieben bereits viele positive Ansätze im Sinne von Best-Practice organisationaler Resilienz vorhanden sind, diese jedoch aufgrund fehlender interner Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten eher im Mikrokosmos verweilen.

Projektleiter Tobias Berens betont zudem:

Tobias Berens, BIT e.V.

"Ebenso wurde die Bedeutung und Rolle der Führungskraft bzw. der Führungskultur als zentraler Treiber von New Work und organisationaler Resilienz, wie vorab vermutet, noch einmal deutlich herausgestellt."

So finden sich insbesondere in den Arbeitsbereichen positive Rückmeldungen zur Führungskultur, in denen die Führungskräfte sich bereits aktiv mit den Chancen und Herausforderungen von NewWork auseinandergesetzt haben. Das Themenfeld Stress und Belastungen als Folge der sich verändernden Arbeitswelt rundeten den Erkenntnisgewinn ab.

Im Rahmen der anschließenden Interprofessionellen Workshops wurden die inhaltlichen Aspekte noch einmal aufgegriffen und geschärft.

Ziel hier war die Erarbeitung möglicher Interventionsmaßnahmen, die in der 2. Projekthälfte in den Betrieben im Rahmen eines Experimentierraums umgesetzt werden sollen. Die Bandbreite der Interventionen umfasst dabei neben den Themen Information, Kommunikation und Technikgestaltung vor allem die gesunde Führung von Mitarbeitenden im Kontext sich wandelnder Arbeitswelten.